Jörg-Peter Costabel
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Aktuelles

Merkmale einer Rechnung

13.09.2016 - Neuigkeiten

Um bei der Buchführung/USt-Voranmeldung bzw. -Erklärung in jedem Falle die abziehbare Vorsteuer aus Rechnungen/Quittungen von anderen Unternehmen an den Unternehmer geltend machen zu können, sind bestimmte formale Angaben für die Ausstellung einer Rechnung/Quittung (gem. § 14 Abs. 4 UStG und § 33 UStDV) zu beachten. Auch Verträge können als Rechnungen gelten.

Rechnungen oder Quittungen über Kleinbeträge bis 150,00 EUR:

  1. vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers,
  2. Ausstellungsort und –datum,
  3. Menge und die handelsübliche Bezeichnung des Gegenstandes der Lieferung oder die Art und der Umfang der sonstigen Leistung,
  4. das Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung,
  5. den auf das Entgelt bezogenen Umsatzsteuersatz (7 % oder 19 %) oder dass Steuerbefreiung gilt.

 Rechnungen ab 150,00 EUR:

  1. vollständiger Name und (zutreffende) Anschrift des leistenden Unternehmens,
  2. Ausstellungsort und –datum,
  3. vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers,
  4. Menge und die handelsübliche Bezeichnung des Gegenstandes der Lieferung oder die Art und der Umfang der sonstigen Leistung,
  5. den Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung
  6. das Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung,
  7. den anzuwendenden Steuersatz,
  8. den auf das Entgelt entfallenden Umsatzsteuerbetrag,
  9. Steuer-Nr. oder USt-ID-Nr.,
  10. fortlaufende Rechnungs-Nr.

 

Sind Rechnungen oder Quittungen auf Thermopapier erstellt, das nach Jahren eventuell nicht mehr lesbar ist, müssen diese Belege nach Erhalt abgelichtet (oder eingescannt) und dem Original beigeheftet werden. Elektronische Rechnungen sind ebenfalls im Original aufzubewahren. Die Datei ist das Original und muss zehn Jahre gespeichert und ggf. wieder sichtbar gemacht werden. Ein Ausdruck davon gilt als Kopie. Deswegen müssen online bereitgestellte Rechnungen heruntergeladen werden.

Bitte beachten Sie bei Rechnungen/Quittungen von Gaststätten (Bewirtungskosten), dass diese maschinell erstellt wurden, die Speisen und Getränke im einzelnen bezeichnet sind (Sammelaussagen wie Speisen und Getränke werden steuerlich nicht als Betriebsausgaben anerkannt), dass die bewirteten Personen auf der Rückseite namentlich benannt sind (incl. des Bewirtenden), der Bewirtungsanlass bezeichnet wurde und diese Angaben durch den Bewirtenden mit Datum versehen unterschrieben wurde.

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Schlagworte: Rechnungsmerkmale